Berufung
Peter Tschaikowskys Weg zum Komponisten war keineswegs vorgezeichnet. Zunächst studierte er Jura und trat in den Staatsdienst ein. Erst mit Anfang zwanzig entschied er sich, seine sichere Anstellung aufzugeben und sich ganz der Musik zu widmen – ein Schritt ins Ungewisse.
Wann haben Sie zuletzt eine Entscheidung getroffen, ohne zu wissen, wohin diese Sie führen würde?
Schicksal
Jahre später beschrieb Tschaikowsky das Schicksal als eine „verhängnisvolle Macht“, die verhindert, dass das Streben des Menschen nach Glück sein Ziel erreicht. Ob dieses Schicksalsverständnis bereits seiner frühen Fantasie „Fatum“ zugrunde liegt, bleibt bis heute offen.
Gibt es Ereignisse in Ihrem Leben, deren Bedeutung Sie erst im Rückblick erkannt haben?
Vorherbestimmt?
Zur Uraufführung wurde „Fatum“ ein Motto aus einem Gedicht Konstantin Batjuschkows vorangestellt:
„… Als Knecht wird der Mensch geboren,
als Knecht legt er sich ins Grab.
Und der Tod wird ihm wohl kaum verraten,
warum er durch das Tal der Tränen ging,
litt, weinte, duldete – und verging.“
Ob Tschaikowsky der Verwendung dieser Verse zustimmte oder sie ohne sein Wissen ausgewählt wurden, ist bis heute ungeklärt.
Glauben Sie, dass manches im Leben vorherbestimmt ist?