Impression Ruslan und Ljudmila
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Matthias Baus

Ruslan und Ljudmila

Michail Glinka
Eine Belcanto-Entdeckung im Märchenland wird zu einer zeitgenössischen Befreiungs­geschichte. Wie lässt es sich leben und lieben in einem restriktiven System, das Sicherheit über Freiheit und Gleichheit stellt? Die Inszenierung übersetzt das russische Märchen in die Emanzipations­erzählung einer jungen Generation. So werden aus Michail Glinkas Zwergen gesell­schaft­liche Zwänge, an Stelle der Abhängigkeit vom Heldentum einer patriarchalen Ordnung rückt der Wunsch nach autonomer Selbstbefreiung.

„In Hamburg gelingt zwei ungarischen Regisseurinnen ein Stück düsterer post­sowjetischer Wirklichkeit.“
DIE ZEIT

GROSSE ZAUBEROPER IN FÜNF AKTEN
Komposition: Michail Glinka
Libretto: Konstantin Bakturin, Walerijan Schirkow, Nestor Kukolnik, Michail Godenow, Nikolai Markewitsch und Michail Glinka nach dem gleichnamigen Poem von Alexander Puschkin

Das Stück

  • Pause Eine Pause von ca. 30 Minuten nach dem zweiten Akt
  • Altersempfehlung Ab 14 Jahren / Klasse 9
  • Sprache In russischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln
Wie lässt es sich leben und lieben in einem System, das die Behauptung von Sicherheit über das Bedürfnis von Freiheit und Gleichheit stellt? Diese brisante Fragestellung wirft die Oper Ruslan und Ljudmila, die Michail Glinka auf der Grundlage eines Märchens von Alexander Puschkin geschrieben hat, heute auf. Die ungarischen Regisseurinnen Magdolna Parditka und Alexandra Szemerédy nehmen die schillernde Komposition, die italienisches Belcanto mit slawischen, finnischen und arabischen Einflüssen zusammenführt, zum Anlass, die Schönheit individueller Lebens- und Liebeswege herauszuarbeiten – mitsamt den Schwierigkeiten, die sich auch heute stellen, wenn Menschen traditionellen Erwartungen nicht entsprechen (wollen). So werden aus den Zwergen in Glinkas Märchen gesellschaftliche Zwänge und die vorgegebene Heldenlaufbahn bringt den dringenden Wunsch nach Selbstbestimmung hervor.
Pressestimmen

„Die Solopartien sind durchgehend exzellent besetzt, allen voran Natalia Tanasii, die als Gorislawa ihrer Liebe zu Ratmir mit ihrem farbenreichen, beseelten Sopran treu bleibt.“

 

Hamburger Abendblatt

„Karimov ist der beste Anwalt dieses Wunderwerks in Hamburg. Er führt mit Leichtigkeit und Präzision durch die Partitur, löst alle Balance- und Koordinationsprobleme zwischen Graben und Bühne.“

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Ruslan und Ljudmila in der U-Bahn. In Hamburg gelingt zwei ungarischen Regisseurinnen ein Stück düsterer postsowjetischer Wirklichkeit. [...] Die Musik sorgt dafür, dass man durch den Abend segelt wie durch einen schaurig-schön bebilderten Fiebertraum.“

DIE ZEIT

„Mit dieser äußerst gelungenen Aufführung von Michael Glinkas Opernrarität Ruslan und Ljudmila knüpft die Ära Kratzer nahtlos an ihren Auftaktserfolg an [...] das Hamburger Publikum wirkte wie entfesselt und feierte die Sänger mit verdienten Bravo-Stimmen.“

Klassik begeistert

„[...] der Eindruck eines Aufbruchs in Hamburg. Das Publikum zeigte sich für hiesige Verhältnisse geradezu euphorisch.“

Süddeutsche Zeitung

Dossier
Impression: Ruslan und Ljudmila
HANDLUNG: Richtung – Freiheit

von Katinka Deecke

Zur Handlung
Magdolna Parditka und Alexandra Szemerédy
INTERVIEW: Ende gut, alles gut?

Magdolna Parditka und Alexandra Szemerédy im Gespräch mit Katinka Deecke und Judith Wiemers

Zum Interview
Azim Karimov
INTERVIEW: Naive Kunst in schwierigen Zeiten

Azim Karimov im Gespräch mit Katinka Deecke

Zum Interview
Hörproben

Ruslan und Ljudmila

Michail Glinka

  • Pause Eine Pause von ca. 30 Minuten nach dem zweiten Akt
  • Altersempfehlung Ab 14 Jahren / Klasse 9
  • Sprache In russischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

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